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Esszimmer mit offenen großen Fenstern zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit

Neben der Raumtemperatur ist es die Luftfeuchtigkeit, die uns im eigenen Zuhause ein wohliges Gefühl verleiht. Für den idealen Wohlfühlfaktor sollte diese weder zu hoch noch zu niedrig sein – und das ist gar nicht so einfach!

Je nach Beschaffenheit und Nutzung hat jeder Raum in Ihrer Wohnung seine optimale Luftfeuchtigkeit. Vor allem im Schlafzimmer bildet die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Grundlage für einen erholsamen Schlaf und das zu jeder Jahreszeit.

Die Luftfeuchtigkeit – oder auch Luftfeuchte genannt – bezeichnet den Anteil des Wasserdampfs am Gasgemisch in der Luft.“

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Gesünder Wohnen: Auswirkungen der Luftfeuchtigkeit in Räumen

Kaum zu glauben, aber die Luftfeuchtigkeit hat eine enorme Auswirkung auf unsere Gesundheit – sowohl positiv als auch negativ. Bei einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit in Ihren vier Wänden kann es zu Augen-, Haut- und Schleimhautreizungen kommen, die sich durch Rötungen und Juckreiz äußern. Zusätzlich kann Ihre Immunabwehr geschwächt werden, wodurch vermehrt Erkältungskrankheiten auftreten können. Auch gehäufte leichte Stromschläge beim Berühren metallischer Gegenstände, können ein Anzeichen für eine zu geringe Luftfeuchtigkeit sein.

Ist die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause zu hoch, führt dies in den meisten Fällen zu einer Schimmelbildung. Ab einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent können Sie sich davor kaum noch schützen. Der Schimmel schädigt die Bausubstanz Ihrer vier Wände und Ihre Gesundheit. Asthma und Allergien sind hier die Folge. Auch für Pilze, Milben und Silberfische bildet eine hohe Luftfeuchtigkeit ein perfektes Paradies.

Luft holen – die optimale Luftfeuchtigkeit in Räumen

Im Allgemeinen wird eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent bei einer durchschnittlichen Raumtemperatur von 20 Grad Celsius als optimales Raumklima betrachtet. Allerdings ist die genaue Angabe von Raum zu Raum unterschiedlich. So sollte beispielsweise im Schlafzimmer die Durchschnittstemperatur bei 16 bis 18 Grad Celsius liegen, um den sich erhitzenden schlafenden Körper zu schonen. Ausschlaggebend ist immer, wie viele Personen sich wie lange im jeweiligen Raum aufhalten. Außerdem spielt die Tätigkeit, die in dem Zimmer ausgeübt wird, eine große Rolle. So ist die Luftfeuchtigkeit in Bad und Küche grundsätzlich immer leicht erhöht, da hier mit Wasserdampf hantiert wird.

Entsprechend gilt für Einzimmerwohnungen oder WG-Zimmer nicht die typische Schlafzimmer Angabe, sondern muss situativ angepasst werden. Tagsüber wärmer (ca. 21 Grad), nachts jedoch kühler (ca. 18 Grad).

Die Luftfeuchtigkeit in Räumen senken

Vor allem im Sommer lassen sich hohe Temperaturen bei einer niedrigen Luftfeuchtigkeit besser ertragen. Ihrer Gesundheit zuliebe sollte der Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft nicht unter 40 Prozent sinken. Falls Ihre vier Wände über eine zu hohe Luftfeuchtigkeit verfügen, haben unsere Experten hilfreiche Tipps zum Senken der Feuchtigkeit parat.

  1. Eine Schüssel Salz & Reis

    Stellen Sie eine Schüssel mit Salz und Reis auf. Diese Lebensmittel nehmen Feuchtigkeit auf und binden sie, indem Salz und Reis verklumpen. Achten Sie darauf, dass Sie die Zutaten regelmäßig austauschen.

  2. Nicht so heiß & lange Duschen

    Duschen Sie am liebsten ausgiebig bei hohen Wassertemperaturen? Dann kann dies eine Ursache für den Anstieg der Luftfeuchte in Ihren vier Wänden sein. Grundsätzlich sollten Sie nach dem Duschen möglichst schnell und effektiv Lüften, damit der Wasserdampf nach draußen ziehen kann.

  3. Raumtemperatur & Luftfeuchtigkeit

    Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit sind zwei Komponenten, die in einem gewissen Zusammenhang stehen. Achten Sie darauf, dass die Raumtemperatur in der Regel zwischen 20 und 22 Grad liegt.

  4. Lüften, lüften, lüften

    Regelmäßiges Lüften ist wichtig, wenn Sie die Luftfeuchtigkeit senken (oder auch erhöhen möchten). Um die Luftfeuchte zu senken, sollten Sie Stoßlüften anstatt die Fenster zu kippen. Zwei bis drei Mal pro Tag für rund 10-15 Minuten ist ausreichend. Im Sommer sollten Sie direkt nach dem Aufstehen lüften.

Die Luftfeuchtigkeit in Räumen erhöhen

Neben der Raumtemperatur spielt vor allem die optimale Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle, damit wir uns in den eigenen vier Wänden wohlfühlen. Generell sollte diese weder zu hoch noch zu niedrig sein. Mit den Tipps unserer Wohnexperten können Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen auf einfache Art und Weise erhöhen.

Grundsätzlich sollten Sie am besten dann lüften, wenn die Außenluft mehr Feuchtigkeit enthält als die Raumluft. Dies können Sie mithilfe von zwei Hygrometern feststellen. Das eine Messgerät sollte sich dabei im Raum befinden, das andere im Freien. Zusätzlich sollten Sie den Luftaustausch nicht nur mit einem gekippten Fenster vornehmen, sondern durch Stoßlüften. Lüften Sie zudem mehrmals täglich.

Stellen Sie Zimmerpflanzen auf! Hier ist zu beachten, dass sich für die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit nicht jede Pflanze eignet. Nur grüne Mitbewohner, die viel Wasser benötigen, geben auch viel Wasserdampf an die Raumluft ab. Ideal sind Zyperngras, Papyrus-Pflanzen, Zimmerlinde und Grünlilie.

Durch die trockene Heizungsluft ist die Luftfeuchtigkeit vor allem im Winter oftmals sehr niedrig. Durch Wäschetrocknen in der Wohnung oder Bügeln können Sie die Luftfeuchte im Raum erhöhen. Oder sie stellen einfach eine Schüssel Wasser in die Nähe ihrer Heizung. Um hingegen einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit im Sommer entgegenzuwirken, bieten sich Zimmerbrunnen an. Diese geben stetig Wasserdampf an die Raumluft ab und entspannen zusätzlich durch ihr beruhigendes Plätschern.